Dienstag, 27. Februar 2007

Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass dieses Jahr extrem viele ausgesetzte Winterbekleidungsstücke, besonders Handschuhe in allen Formen und Farben, im öffentlichen Strassenland rumliegen?
Und neulich stand ein paar Schuhe, noch nicht übermässig abgenutzt, mitten aufm Gehweg, ordentlich nebeneinander sortiert. Was für Schicksale sich dahinter verbergen!
Ein örtlicher Elektronikverramschemarkt.
Ich betrachte mit einer Mischung aus Belustigung und Abscheu die riesigen Halden aufgetürmter Windowswistapackungen.
Auf mich kommt ein gruselig gut gelaunter Promotionsklave zugewatschelt und schreit mich mit stolzgeschwellter Brust an ob er mir denn mal die supitollen Eigenschaften vom supigeilen neuen Windowswista erklären soll.
Nee danke sag ich...woraufhin er sich noch mehr aufplustert, bereit seine Ja, aber-Vorteilsargumentation abzuspulen...ich hab nen Mac... Oh. Sagt er. Und sinkt in sich zusammen.

Mittwoch, 7. Februar 2007

Heut morgen in Kreuzberg, der Bus kommt etwas zu spät, ist sehr voll, steht an einer Haltestelle sehr lange, immer mehr Leute kommen nach oben. Irgendwann die Durchsage vom Busfahrer: Also, wennwa hia jemals losfahrn wolln, müsstnse sich bisschen bessa vateiln. Zum Beispiel im Oberdeck.

Das Oberdeck brüllt mit vereinter Stimme zurück: Hia is oooch voll!

Es ging dann doch irgendwie. Tolle Stadt.

Samstag, 27. Januar 2007

My first Schnitzel



Heut gabs Schnitzel. Das erste Mal selbst gemacht, lecker Fleisch vom Hippiefleischer, doppelt paniert, dazu ein Kartoffel-Gurken-Salat. Das nächste Mal dann vom Kalb und richtig dünn.
Es war so eine schöne Vorstellung. ich spring bei Sonnenaufgang aus dem Haus und laufe leichten Schrittes, schwebe geradezu, durch frisch gefallenen Schnee, erfreue mich am Glitzern der Sonne und der kalten, klaren Luft. Stattdessen stolper ich durch über festgetretene von Hundepissespuren durchzogene Schneeverwerfungen, die mich ständig stolpern lassen, rutsche auf verborgenen Eisflächen aus und atme haufenweise Abgase von Idioten ein, die ihre Karren unbedingt 10 Minuten vorheizen müssen bevor sie losfahren.
Aber die Sonne war schön.
Und ich hatte diesmal Geld mit und war gleich beim Bäcker. Bei Tageslicht. Im Sportdress. Ich weiss nicht ob ich das dicke Mädchen mit meiner, erwähnte ich es schon mal, sehr engen Thermolauftight zu sehr verstört hab:)

Mittwoch, 24. Januar 2007

Ich war laufen und bin auf dem letzten Kilometer, da kommt mir auf einem Weg ein ca. 120 Jahre altes Männlein, sehr gebückt und auf zwei Krücken entgegen. Als er meiner gewahr wurde richtet er sich mühsam auf, schwingt eine Krücke in die Luft und brüllt mir entgegen: SPORT FREI!
Ich muss lachen.

Samstag, 20. Januar 2007

Neues aus der Landwirtschaft



Spanischen Bauern ist es in jahrzehntelangen Züchtungen gelungen, endlich Tomaten mit Geschmack zu produzieren. Nach vielen Rückschlägen konnten sie nun ein Ergebnis präsentieren, mit dem der Konsument zufrieden sein wird.

Samstag, 13. Januar 2007

In Berlin eröffnet an diesem Wochenende ein neues Schulungszentrum/Tempel/Deutschlandzentrale/mindwashinghub von Scientology. Ihr wisst schon, dieser Verein in dem alle Hollywoodstars Mitglied sind, der auf einer Science Fiction-Lehre beruht, die verfilmt mit John Travolta einer der schlechtesten Filme aller Zeiten ist. Die ganze Stadt ist im Aufruhr, schlimmer als würde die NPD mit Fackeln durchs Brandenburger Tor marschieren, es wird sich empört, das der Verfassungsschutz den Laden in Berlin nicht mehr überwacht wird.
Genau wie dutzende andere Spinnervereine ziehen die durchs Land und versprechen den Menschen Erlösung von ihren Seelenqualen. Nur das die dazu noch so schlau sind und kräftig dafür kassieren. Ist natürlich verwerflich und böse böse, mir aber egal. Ähnlich sah das Tobias Kniebe in der August-Ausgabe von Neon, unterhaltsam nachzulesen *hier*

Montag, 8. Januar 2007

Neulich im Naturkundemuseum

Samstag nachmittag.
Es stürmen zwei Jungs durch die mild beleuchteten Hallen und bleiben abrupt stehen vor einem Glaskasten mit einem riesigen, ausgestopften Gorilla. Ganz überwältigt und außer Atem der eine zum anderen: Kiek ma, Ping Pong!

Abt. Tiere unsere Heimat, vor einem sehr großen Diorama mit einer Tümpelszene. Das doofe Mädchen zeigt auf alle Fische einzeln und die wenig euphorische Mutter muss die Namen sagen.
Und der da?
Aal. Schleimiger, glitschiger Fisch.
Geräuchert sehr lecker.

Sonntag, 7. Januar 2007



So. Es ist vollbracht. Ich hab mich mal wieder zum Berliner Halbmarathon am 1. April angemeldet.
Da isses hoffentlich schon so warm, dass ich in kurzen Hosen laufen kann, auch wenn sich die tolle Thermolauftight, die auf dem Bild zu sehen ist, wirklich prima läuft. Überhaupt, was für eine Offenbarung diese modernen Funktionsfasern sind. So dünn und so leicht und doch so warum wie trocken die einen halten! Auch wenn Tchibo vielleicht doch nicht so eine exklusive Laufsportmarke ist wie ich erhofft hatte. Die halbe Stadt trägt das gleiche Outfit wie ich.

Samstag, 6. Januar 2007


So. Einige Zeit ist vergangen seit dem letzten Eintrag, was weniger am Mangel an passenden Erlebnissen lag als an Dreckstechnikproblemen seitens meines Providers, der der Meinung war/ist, bestimmte Inhalte zu blockieren, u.a. alles was über beta.blogger.com läuft.

Da war zum Beispiel Weihnachten, was ich dieses Jahr seit langem mal wieder in Berlin verbracht habe (arbeitende Bevölkerung und so) und das in einer sehr skurillen Abendveranstaltung endete. Nach Besinnlichkeit in Familie und anschliessender Christvesper verspürte ich noch grosse Lust auf kaltes Bier. Meiner Schwester und dem T. ging es ähnlich und so sprachen wir untereinander: Laßt uns nun gehen nach Alt-Treptow und die Kneipe sehen, die da noch offen ist, obwohl die uns niemand kundgetan hat.
Alle Spelunken in der hood haben zu und als wir uns schon Richtung Kreuzberg wenden wollen, hören wir Musik, sehen Licht blitzen durch verhangene Fenster eines mediterranen Familienrestaurants, was um diese Zeit normalerweise längst zu hat.
Wir schauen durch Spalte im Vorhang und sehen ungläubig ein volles Haus, Livemusik und tanzende Menschen.
Wie treten ein, lassen uns nieder, schauen uns um und vermuten eine geschlossene Gesellschaft, zumal ausser uns alle schwarze Haare haben. Aber wir bekommen eine Karte und wenig später Bier. Man schaut uns nicht allzulange an, die Stimmung ist gut, die Musik spielt ununterbrochen, ist wenig weihnachtlich, gefällt aber trotzdem. Es herrscht Kommen und Gehen - gleiches gilt für unsere Gläser, volle kommen, leere gehen in schöner Regelmässigkeit bis nachts um dreie. Wir wollen nun gehen, aber nicht bevor Schwester und T nicht noch eine große Runde türkische Polonaise mitgetanzt haben.

Dann war da noch Silvester - ich in Augsburg auf einer Party mit ca. 8000 (und damit habe ich höchsten um 3000 übertrieben) aufgebrezelten Jungbauern und Frisösen, die um Eins, als wir kamen, schon alle einen Pegel hatten, mit dem man in Berlin im Urban eingeliefert wird. Die Veranstaltung nannte sich gethappy, hatte als Main act den unvergessenen Sidney Youngblood mit seinem Smashhit sit and wait - wir haben zu lange gesessen und gewartet und ihn verpasst. Nicht verpasst haben wir leider die 14 floors die jeweils einer schrecklichen Musikkategorie gewidmet waren. Am übelsten war die Abteilung Deutsche Stimmungshits sowie Deppentechno.
Stattgefunden hat das in der Kongresshalle, ein Siebzigerjahrefunktionsbau der in seiner Scheusslichkeit locker mit russischen Atomkraftwerken mithalten kann. Unverkleideter Stahlbeton, dunkle, verwinkelte Räume, Das Fehlen jeglicher Ästhetik in Kombination mit der Musik, derRestefickenstimmung und den in die Gesichter geschriebenen enttäuschten Erwartungen machten mir sofort schlechte Laune. Hat ne Weile gebraucht, bis die wieder Weg war und letztendlich hatten wir noch Spass bis morjens um Sechse. Prost Neujahr.

Dienstag, 19. Dezember 2006

Toll, der Werder Fruchtglühwein hat mich wieder mit dem Konzept Glühwein an sich versöhnt. Schmeckt, knallt und macht keine Kopfschmerzen. Geiles Zeug.
Wahnsinn. Gestern auf der Weihnachtsfeier hat mir Friede S. persönlich ein Bier serviert. Davon werd ich noch meinen Enkeln erzählen.

Dienstag, 12. Dezember 2006

Heute durfte ich die Einstellungsuntersuchung beim Betriebsarzt über mich ergehen lassen. Diabetes hab ich nicht, wie schön. Dafür fehlt mir scheinbar weitestgehend die Fähigkeit zum räumlichen Sehen. Is bisher niemand aufgefallen, mir auch nicht Ich fühle mich spontan an diese eine Folge der Simpsons erinnert als Homer die dreidimensionale Welt entdeckt. Ob mir das eines Tages mit zukünftigen Mitteln der Medizin auch vergönnt sein wird?
Mit meiner Karriere als Lasterfahrer wirds nun wohl nix mehr:-(

Dienstag, 5. Dezember 2006

Drei Tage Arbeit sind geschafft. Muss ich ja nur noch ungefähr 35 Jahre. (Verdammt, warum hab ich mich nur so schnell vom Gammelstudentendasein verabschiedet!)
Aber abgesehen von dieser Aussicht isses sehr erträglich. Ich hab einen schönen Schreibtisch mit Panoramafensterblick, eine 35-Stundenwoche, freundliche Kollegen, ne prima Kantine und könnte, wenn ich wollte, erst um halb elf anfangen zu arbeiten. Und heute hab ich auch schon, nach vielen Einlesereien, ein bisschen richtig gearbeitet!

Dienstag, 28. November 2006



Achja, ich war ja in Portugal.
Tolles Land, Algarve, sehr zu empfehlen, wunderbares Wetter und im November im Atlantik baden gehen ist pures Glück. Ansonsten wandern, rumfahren, Wurst essen, feststellen das Polizisten auch in Portugal miese Wegelagerer sind, Lissabon besuchen und viele, viele Fotos machen, ein paar davon finden sich *hier*

Sonntag, 26. November 2006

Eigentlich hab ich ja mal beschlossen, mich nicht zu langweilen und das klappt seit langem auch ziemlich gut. Heut nachmittag allerdings, befürchte ich, war es mal soweit, jedenfalls lässt mich mein Handeln dies vermuten. Über eine Stunde lang habe ich mit Hingabe Socke sortiert. O.K., ich weiss jetzt das ich ungefähr Wochen lang jeden Tag ein frisches Paar anziehen kann ohne zu waschen aber es wird wirklich dringend Zeit für regelmässige Beschäftigung.

Freitag, 24. November 2006

Szenenapplaus im Pupsimarkt als sie es sieben Minuten nach dem ersten Klingeln geschafft haben, eine zweite Kasse zu besetzen. Schön wenn Kunden ihre Dankbarkeit und Verbundenheit so direkt äussern.

Donnerstag, 23. November 2006

Gibts eigentlich Polizistenrabatt für Old Spice und Davidoff Coolwater?

Mittwoch, 8. November 2006

So. Ick bin ma ne Woche in Portugal.
Bis gleich:-)

hype!


Wenn Firmen tolle Produkte haben und sich ein bisschen bei ihren Zielgruppen einschleimen wollen, machen sie Aktionen die total prima ankommen, zeigen wir großzügig und hip und kompatibel sie sind. Bei der supi Firma Hewlett-Packard heisst das hype und ist ein innovatives, integriertes Kunstwebzwonullangesagtelocationkonzept. Sprich, im Cafe Moskau gibts eine Galerie und jeder der sich berufen fühlt, kann vorbeikommen und seine Kunst - Fotomalereigrafiksonstewas auf riesigen, wirklich tollen Druckern von HP im Format ausdrucken und anschliessend vor Ort und im Internet ausstellen, einzige Bedingung, im Titel des Werkes müssen die Buchstaben H und P in der Reihenfolge vorkommen. Und für so einen prima Druck saugt man sich doch gerne irgendwas aus den Fingern. Ich habe natürlich auch ein flottes Foto ausgesucht und in den nächsten drei Tagen oder so hängt das nun dort. Wahnsinn, ich bin berühmt!

Berufe aktuell

In den letzten Tagen hatte ich das zweifelhafte Vergnügen die zwei so wahrscheinlich stinkendsten Jobs in Berlin kennenzulernen. Gestern fuhr ich, nichts zu suchen war mein Sinn (naja schon, aber der Fotoladen hatte noch zu) durch die Gegend um den Hackeschen Markt als mir ein Geruch auffiel, unmerklich zunächst, nach nicht besonders guter Currywurst, in seiner Intensität ansteigend, abgefuckte Imbißbude in der das Bratfett nur zu Weihnachten gewechselt wird bis hin zur Infernalität, der konzentrierte Gestank von allem was in Mitte in den letzten Wochen gebraten, gegrillt, fritiert wurde. Quelle des Ganzen war ein Fettabscheiderabsaugefahrzeug. Als ich es überholte tränten mir die Augen und ich konnte nur mit Mühen vermeiden auf die Straße zu kotzen. Wer diese Kiste fährt, muss entweder in der Hölle wohnen, geruchsblind sein oder hat mein aufrichtiges Mitgefühl.

Dagegen ist der Job den ich heute kennenlernen durfte schon fast ein Rosengarten. "Wir fahren im Auftrag der BSR" - nämlich das Hundekackeaufsaugemobil, ein kleines, wendiges Fahrzeug mit einem großen Rüssel, der die auf dem Gehweg und an den Bäumen rumliegende Hundescheiße aufsaugt. Sehr sinnvolle und sicher auch erfüllende Tätigkeit. Der einzige Nachteil - die Hundekacke wird offenbar in dem Fahrzeug sofort verdampft und an die Umgebung abgegeben. Bestialisch. Und eigentlich sollten die Kisten mal eine zeitlang von den asozialen Pißtölenhaltern gefahren werden die Blondi dreimal am Tag auf den Gehweg
scheissen lassen.

Unglaublich wie hart manche Menschen ihr Geld verdienen müssen. Danke Jungs:)

Mittwoch, 1. November 2006

Da sich so ziemlich jeden Tag jemand hierher mit dem Suchbegriff Bechermelkartoffeln verirrt, erstmal der Hinweis, dass das eigentlich Bechamelkartoffeln geschrieben wird (der Fehler liegt auch bei mir, ich bitte das zu entschuldigen) und dann findet man auch ganz prima eine Menge unterschiedlicher Rezepte für diese leckere, einfache Beilage.

Einfach Pellkartoffeln kochen, schälen, in Scheiben schneiden, beiseite stellen.
Zwei Zwiebeln sehr fein schneiden, in drei Eßlöffeln Butter glasig dünsten, drei Eßlöffel (natürlich muss man die Butterreste vorher abwaschen, falls man nur einen Löffel hat) Mehl drüberstäuben und einrühren, Salz dazu, je eine Tasse Gemüsebrühe und Milch. Mit dem Schneebesen rühren, sonst gibts Klumpen.
Acht Minuten köcheln lassen, dabei das Rühren nicht vergessen. Anschliessend eine Tasse Sahne dazu, Pfeffer und Muskat. Nochmal kurz aufkochen und dann die geschnittenen Kartoffeln unterziehen, erwärmen, fertig.
Dazu passt prima gebratenes Fischfilet wie zum Beispiel vom hierzulande deutlich unterschätzten Pangasius, auch bekannt als Catfish.

ich hab heut den ganzen Tag nicht ein einziges Wort gesprochen, von morgens bis abends geschwiegen. Seltsames Gefühl. Warum ruft mich eigentlich niemand an? Nur weil ich grad zur Unterschicht gehöre muss man mich ja nicht gleich schneiden. Ihr glaubt wohl ihr seid was besseres!

Dienstag, 31. Oktober 2006

Kurz bevor ich heute morgen meine (beinahe) tägliche Leibesertüchtigung zuende absolviert hatte, wurde ich von einem heftigen Lachkrampf geschüttelt. Eine Gruppe mittelalter Menschen steht im Kreis, auf Stöcker gestützt und empfängt von einem Drachen mit starker Ähnlichkeit mit Rosi Mittermayer aus der Becel-Werbung Anweisungen, um die arthritischen Gelenke mit minimalen Bewegungen zu dehnen. Das Ächzen und Zerren an den morschen Knochen höre ich bevor ich die Gruppe sehe.
Als ich mit locker federndem Schritt förmlich vorbeifliege, schauen sie alle verschämt zu Boden, ihnen ist die Lächerlichkeit ihres gleich anstehenden Tuns wohl bewusst und sie fühlen sich ertappt. Ilsa gibt das Kommando und die Kolonne setzt sich in Bewegung, eine nach dem anderen, Schneckentempo, immer noch gesenkten Hauptes, das Klappern der Stöcke übertönt das schnell einsetzende Keuchen. Ich zeige mit dem Finger auf sie, gibt es etwas uncooleres und würdeloseres als Walking, insbesondere Nordic Walking?

Freitag, 27. Oktober 2006

Nennt mich den Mann mit dem Job!
Es hat geklappt, ich bin sowas von erleichtert. Und vorbehaltlich der Zustimmung des Betriebsrates geht es am 1. Dezember los!
Kann ick also noch prima einen Monat auf Asikohle vor der Kaufhalle rumlümmeln und dann wirds ernst. Ich werde seriös und erwachsen und zahle Steuern. Eine Vorstellung an die ich mich gewöhnen sollte. Juchu.

Mittwoch, 25. Oktober 2006

Heute war Bewerbungsgespräch Runde zwei. Verhalten optimistisch. Gerhard Schröder getroffen. Aber ich glaube der hat sich woanders vorgestellt.

Sonntag, 15. Oktober 2006

Unglaublich was man sich als erwachsener Mensch von der verrohten Jugend alles bieten lassen muss.
Ich fahre, aufmerksam und mit angemessener Geschwindigkeit, auf dem Bürgersteig meiner Strasse in bester Sonntagmorgenlaune, mir kommt eine junge Familie entgegen, ich erkenne sie als Hausmitbewohner, mache mich bereit freundlich zu grüssen, als sich der etwa dreijährige Rotzlöffel von der Hand seines Vaters losreisst, die Hände in die Hüften stemmt und mir aus vollster Kehle entgegenschmettert: DU KACKER!!!
Ich bin irritiert, verwundert, auch ein wenig amüsiert und erfreue mich an der Reaktion der schockierten Eltern. Und ich schwöre, ich hab dem Gör noch nie etwas getan, nichmal böse in den Kinderwagen geguckt!

Mittwoch, 11. Oktober 2006

Nägel mit Köpfen

Die Ereignisse überschlagen sich.
Mit nur mehreren Jahren Anlauf habe ich den Schritt getan und mich exmatrikuliert. Wer braucht schon einen Abschluß. Verdammt.
Bewerbung geschrieben, Einladung bekommen. Arbeitsagenturjobcenter einen Besuch abgestattet, stapelweise Anträge mitgenommen, den nächsten Termin schon in zwei Wochen bekommen. (Leider noch keine lustigen Leute dort erlebt, ausser Sandra V., die Osho für Jesus hält, nur mit mehr Autos, sich von Hunden zudecken lässt und beim Gesellschaftsspiele spielen gern mal anfängt zu weinen, wenn die anderen gemein zu ihr sind. Sandra V. ist übrigens 44 Jahre alt.)
Zum ersten Mal seit der Konfirmation Schuhe gekauft die auch meiner Mutter gefallen, Vorstellungsgespräch gehabt. Mit gutem Gefühl gegangen.
Abwarten. (Und Salbeitee trinken. Wird wohl doch Zeit, die Winterlaufsachen auszupacken, wenn ich nicht das nächste halbe Jahr durchgehend erkältet sein will.)

Dienstag, 10. Oktober 2006

Der aufgeschnappte Satz

Loofn? Jeder LKW-Fahrer der mehr wie sechsunddreissig Meter* läuft, is dochn Landstreicher.



*36 Meter ist übrigens ungefähr die Entfernung einmal vom Vierzigtonneranfang bis zum Ende und zurück.